TuS unterliegt beim FSV Frankfurt

0:1 gegen den Drittliga-Absteiger

Foto: Mark Dieler

Mit einer Niederlage im Gepäck musste die TuS Koblenz die Heimreise vom Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt antreten. Vor 1603 Zuschauern setzte sich der Drittliga-Absteiger gegen die Mannschaft von Cheftrainer Petrik Sander mit 1:0 (0:0) durch. Neben der Niederlage mussten die Koblenzer zwei weitere Nackenschläge verkraften: Kapitän André Marx sah seine fünfte Gelbe Karte und Michael Stahl musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Die Schängel begannen druckvoll und kamen bereits in der Anfangsminute zur ersten Torchance. Eine Hereingabe von Andreas Glockner verpasste Dejan Bozic in der Mitte nur knapp. Drei Minuten später brannte es erneut lichterloh im Frankfurter Strafraum. Einen Glockner-Freistoß verlängerte Michael Stahl mit dem Kopf, die lauernden Dino Bajric und André Marx flogen am zweiten Pfosten nur haarscharf am Leder vorbei. Der FSV tauchte nach rund einer Viertelstunde das erste Mal nennenswert im Koblenzer Sechzehner auf. Maziar Namavizadeh setzte einen Schuss aus spitzem Winkel ans Außennetz, stand dabei aber ohnehin im Abseits (14.). Danach wurde es wieder auf der anderen Seite gefährlich. Über Glockner und Kevin Lahn kam die Kugel zu Bozic, der den Ball Zentimeter am Kasten vorbeiköpfte (17.). Kurze Zeit später verhinderte Daniel von der Bracke Schlimmeres. Der Koblenzer Innenverteidiger rettete nach einer scharfen Hereingabe von Robert Schick vor dem hinter ihm lauernden Namavizadeh zur Ecke (22.). Bis zum Pausenpfiff erspielte sich die TuS ein Chancenplus, einzig beim Torabschluss haperte es. Auffälligster Schängel war Dimitrios Popovits, der auf der linken Seite immer wieder für Unruhe sorgte. In der 26. Minute wurde Lahn vom Griechen freigespielt, traf die Kugel aber nicht richtig. Sechs Minuten vor dem Pausenpfiff eine ähnliche Situation: Wieder initiierte Popovits einen Angriff über den linken Flügel. Glockner kam im Zentrum an den Ball, setzte die Kugel aber links am Gehäuse vorbei.

Mit einem Pfostentreffer ging es im zweiten Durchgang weiter. Marx flankte den Ball von links in den Sechzehner, wo Bajric zum Kopfball ansetzte, aber nur das Aluminium traf (53.). Auf der gegenüberliegenden Seite sorgte Leon Bell Bell für Torgefahr. Der Frankfurter sprintete bis zur Torauslinie und legte den Ball zurück auf Namavizadeh, der aus zentraler Position verzog (57.). Fünf Minuten später herrschte dann Unruhe im Frankfurter Fünfmeterraum, doch Michael Schüler konnte den Ball nach einer Glockner-Ecke am zweiten Pfosten nicht entscheidend kontrollieren. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff ging der FSV überraschend in Führung. Namavizadeh startete am gegnerischen Strafraum einen Alleingang, kam ins Straucheln, konnte die Kugel aber dennoch vorbei an TuS-Keeper Chris Keilmann im Kasten unterbringen (74.). Die TuS versuchte umgehend zu antworten. Nach einer Glockner-Flanke von der rechten Seite setzte Popovits das Leder drüber (76.). In der Folge bemühten sich die Schängel, die drohende Niederlage abzuwenden, kamen aber nicht mehr entscheidend zum Abschluss. Stattdessen hatte Namavizadeh in der Nachspielzeit das 2:0 vor Augen, verpasste aber freistehend vor dem Tor den Abschluss (90.+3).